
Was ihr über sanften Tourismus wissen müsst
Der Begriff sanfter Tourismus kann synonym zu nachhaltigem Reisen verwendet werden. Gleichzeitig gibt der sanfte Tourismus dem nachhaltigen Reisen einen Namen. Die Prozesse der Nachhaltigkeit wirken dadurch weniger abstrakt, weshalb es euch leichter fällt, euer Reiseverhalten nachhaltig auszurichten. Erfahrt an dieser Stelle mehr über sanften Tourismus und lernt die Hintergründe dieses Konzepts kennen.
Massentourismus regte schon vor vielen Jahrzehnten zum Nachdenken an
Schon in den 1970er Jahren wurden Stimmen, die dem (Massen-) Tourismus kritisch gegenüberstehen, immer lauter. Daraufhin wurde in einigen gesellschaftlichen Gruppierungen ein Bewusstsein geschaffen, aus dem alternative Tourismuskonzepte entstanden. Unter ihnen befand sich auch der sanfte Tourismus.
Erstmalig wurde der sanfte Tourismus in den 1980er Jahren erwähnt und umgesetzt, allerdings galt dieses Prinzip damals noch als Nischenalternative für Hippies und Ökourlauber/-innen. Seitdem fristete der sanfte Tourismus lange Zeit ein Schattendasein. Mit einem steigenden Umweltbewusstsein innerhalb der Gesellschaft geraten jedoch auch das Thema nachhaltiges Reisen und somit auch der sanfte Tourismus prominenter ins Sichtfeld der Reiseplaner/-innen. So wie ihr, interessieren sich immer mehr Menschen für die Auswirkungen ihres Verhaltens – sowohl daheim als auch in der Ferne.
Sanfter Tourismus verfolgt viele Ziele
Der Kern des sanften Tourismus besteht darin, die Natur zu achten. Das bedeutet, dass ihr als Urlauber/-innen so wenig wie möglich auf die bereiste Natur einwirkt oder ihr schadet. Gleichzeitig versucht ihr, der Natur so nah wie möglich zu sein, indem ihr sie intensiv erlebt und in ihrer Ursprünglichkeit wahrnehmt. Außerhalb der Natur legt ihr euren Fokus auf einen fairen Umgang mit Menschen fremder Kulturen. Ihr passt euch diesen an, auch wenn ihr in einigen Traditionen oder Verhaltensweisen anderer Meinung seid.
Dieses faire Verhalten setzt ihr auf der ökonomischen Ebene fort, indem ihr lokale Unternehmen und Solounternehmer/-innen unterstützt. Das beginnt bei der Wahl eures Transportmittels, erstreckt sich über die Wahl eurer Unterkunft und endet beim Abendessen im Restaurant. Legt darauf Wert, dass euer Reisebudget bei der lokalen Bevölkerung verbleibt anstatt in die Kassen international agierender Konzerne zu wandern. Dadurch tragt ihr zu einer Verbesserung der Lebensstandards an eurem Reiseziel bei, sodass eure Reise etwas Positives bewirkt.
Angebote des sanften Tourismus beachten alle Seiten des Nachhaltigkeitsdreiecks. Neben ökologischen und klimabeeinflussenden Aspekten werden auch ökonomische und soziale Zusammenhänge berücksichtigt. Deren Auswirkungen werden vollumfänglich beachtet und so gering wie möglich gehalten. Zusätzlich werden dadurch beispielsweise Naturschutzprogramme positiv beeinflusst. Das Ziel des sanften Tourismus lautet: Den Fremdenverkehr dauerhaft achtsam auszurichten! Betroffen sind davon also die Gegenwart und die Zukunft gleichermaßen.
Es ist nicht alles Gold, das glänzt
Einen Urlaub vollkommen nachhaltig zu gestalten, erweist sich jedoch als komplexes Unterfangen. Es gibt Länder, in denen sich entsprechende Maßnahmen nur schwierig oder gar nicht umsetzen lassen. Außerdem steht ihr der Tatsache gegenüber, dass ihr die Umwelt beim Reisen zwangsläufig (negativ) berührt. Deshalb ist eine sanfte Reise zwar deutlich nachsichtiger als klassische Reiseprodukte, ihr solltet sie trotzdem realistisch und etwas skeptisch betrachten.
Beginnt Dinge zu hinterfragen und lasst euch glaubwürdige Antworten geben. Fragt euren Reiseveranstalter, das Reisebüro eures Vertrauens oder euch selbst (wenn ihr die Reise selbst organisiert), welche Aspekte es zu berücksichtigen gilt. Erweitert euer Wissen zur Nachhaltigkeit inklusive sanftem Tourismus und findet bei selbstorganisierten Reisen nachhaltige Lösungen. Einige eurer Reisemotive lassen sich übrigens auch entspannt in eurer Nähe umsetzen. Um euch zielstrebig im Dschungel der Reiseveranstalter orientieren zu können, könnt ihr hier mehr Informationen zu Nachhaltigkeitszertifikaten nachlesen.
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Mein Name ist Lukas und ich erkunde leidenschaftlich die Welt. Alles begann vor vielen Jahren mit einer Interrail-Tour quer durch Europa. Seitdem hat mich das Reisefieber gepackt. Also war es naheliegend eine Ausbildung bei einem Reiseveranstalter zu absolvieren, weshalb das Thema Reisen auch in meinen beruflichen Mittelpunkt rückte. Mittlerweile befasse ich mich vorwiegend mit alternativen und nachhaltigen Reisezielen. Mit Gently Travel möchte ich diese gerne mit euch teilen.
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